Pressemitteilung
Mit Verärgerung reagiert der SPD-Kreisverband Altenkirchen auf die Äußerungen von MdL Michael Wäschenbach beim jüngsten Treffen des CDU-Wirtschaftsrates Betzdorf-Kirchen. Der CDU-Landespolitiker hatte Forderungen der SPD im Falle von Koalitionsverhandlungen als „harte Brocken“ und „wirtschaftsfeindlich“ bezeichnet – darunter etwa die Forderung nach einer Reform des bisherigen Zwei-Klassen-Systems von gesetzlichen und privaten Krankenkassen hin zu einer solidarisch finanzierten Bürgerversicherung für alle oder die Forderung nach einem Rückkehrrecht von Teilzeit- in Vollzeitarbeit.
Bundestagswahlkreis. Am vergangenen Samstag hat die rheinland-pfälzische SPD nun die Landesliste zur Bundestagswahl beschlossen. Knapp 400 Delegierte stimmten in der Stadthalle in Lahnstein für den Vorschlag des Landesvorstandes, demzufolge Andrea Nahles Platz 1 belegt. Der heimische SPD-Bundestagskandidat Martin Diedenhofen wurde dabei nach einer mehrfach von Applaus unterbrochenen Vorstellungsrede für den Listenplatz 13 mit 94 % der Stimmen bestätigt.
Eigentlich war die Diskussion um das Logistikzentrum der Firma Montaplast in Betzdorf-Bruche gerade einer Lösung zugeführt worden. Der Betzdorfer Stadtrat hatte erst vor wenigen Wochen ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das für das Wolf-Gelände ein eingeschränktes Gewerbegebiet vorsieht. Dieses sollte Betrieben des produzierenden Gewerbes und Dienstleistungen vorbehalten sein. Reine Transport- und Speditionsbetriebe sowie eine Nutzung als Lagerplatz sollten davon ausgeschlossen werden. Ziel war es, die weitere gewerbliche Nutzung des ehemaligen Wolf-Geländes in Einklang mit dem Schutz der Anwohner zu bringen. Wie berichtet, hatte die Lärm- und Verkehrsbelästigung bei den Bürgern für massiven Unmut gesorgt.