SPD schickt erneut Martin Diedenhofen ins Rennen für den Bundestag - Wahlkreiskonferenz unter Corona-Einschränkungen

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Martin Diedenhofen (Mitte) ist Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Neuwied.

In Rekordzeit wählten die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus den Kreisverbänden Altenkirchen und Neuwied ihren Kandidaten für die Bundestagswahl. Wie schon 2017 schickt die SPD wieder Martin Diedenhofen aus Erpel ins Rennen um ein Bundestagsmandat im Wahlkreis 197. Der 26-jährige Student kann sich der breiten Unterstützung der Genossinnen und Genossen sicher sein. Entsprechend eindeutig fiel das Ergebnis aus: Von den 61 Delegierten stimmten 60 mit Ja.

Es sollte eine denkwürdige Veranstaltung in Neitersen werden. Nie zuvor war eine Wahlkreiskonferenz ähnlich flott und noch dazu unter freiem Himmel über die Bühne gegangen. Aufgrund der Corona-Pandemie wollte die SPD keine Risiken eingehen und hatte deshalb penibel auf die Einhaltung aller Hygienemaßnahmen geachtet. Deshalb wurden auch sämtliche Redebeiträge, einschließlich der Kandidatenvorstellung, so kurz wie möglich gehalten. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten dafür eine weitere Anreise auf sich genommen und wurden an dem Nachmittag mit schönem Wetter und strahlendem Sonnenschein belohnt.

Die Pandemie habe gezeigt, wo in Deutschland überall der Schuh drückt, stellte Martin Diedenhofen mit besonderem Blick auf das Gesundheitswesen fest. Die Beschäftigten würden mit Hochdruck arbeiten, aber oft unter schlechten Bedingungen. Es brauche unter anderem mehr Personal, höhere Löhne und flächendeckende Tarifverträge. Gleiches gelte für viele weitere Berufsgruppen wie beispielsweise Polizei, Feuerwehr sowie die Erzieherinnen und Erzieher.
Er trete für eine sozial-ökologische Politik ein, machte Diedenhofen deutlich und distanzierte sich gleichzeitig von Kräften, die auf eine Spaltung der Gesellschaft ausgerichtet seien, wie Reichsbürger, Querdenker und Verschwörungstheoretiker sowie die AfD.
Der SPD-Kandidat hat nach eigener Aussage die Selbstverpflichtungserklärung für Bundestagsabgeordnete unterzeichnet, keine bezahlten Lobbytätigkeiten neben dem Mandat anzunehmen sowie alle Nebeneinkünfte auf den Cent genau offen zu legen und zu spenden.
Den Anwesenden versprach er einen engen Austausch im Wahlkampf. „Lasst uns gemeinsam die Zukunft gestalten und unseren gemeinsamen Weg am 26. September zum Erfolg führen“, lautete sein Appell.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Horst Klein, als Ortsbürgermeister zugleich „Hausherr“ in Neitersen, gehörte zu den ersten Gratulanten. Klein bescheinigte dem immer noch jungen Kandidaten, in den letzten vier Jahren politisch gereift zu sein, dabei aber nichts von seinem Elan aus dem letzten Wahlkampf verloren zu haben. Die Partei sieht Klein mit Diedenhofen kandidatenmäßig gut aufgestellt.

Andreas Hundhausen, Vorsitzender der SPD im Kreis Altenkirchen, hatte auch im Namen seines Neuwieder Amtskollegen Fredi Winter zu Beginn die Delegierten begrüßt, darunter die Landtagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Heijo Höfer und Sven Lefkowitz sowie die zukünftige Abgeordnete Lara Horstmann aus dem SPD-Ortsverein Oberbieber. „Wir wollen in den nächsten fünf Monaten dafür kämpfen, dass unser Wahlkreis wieder einen sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten hat“, lautete Hundhausens Zielvorgabe.

Die kurze Pause zur Auszählung der Stimmen nutzte Sabine Bätzing-Lichtenthäler, um sich zunächst bei allen für die Unterstützung im Landtagswahlkampf zu bedanken. Die SPD habe einen tollen Schlussspurt hingelegt. Die Koalitionsverhandlungen mit Grünen und FDP sollen bis 6. Mai abgeschlossen sein. Der neue Landtag werde sich am 18. Mai konstituieren.
Beim Impfen sieht Bätzing-Lichtenthäler, die auch rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin ist, das Land auf einem guten Weg. Mehr als eine Million Menschen landesweit hätten inzwischen ihre Erstimpfung erhalten. Limitierender Faktor beim Impftempo sei die vorhandene Menge an Impfdosen. „Es liegt bei uns kein Impfstoff herum“, versicherte Bätzing-Lichtenthäler. Anderslautende Äußerungen aus Reihen von Unionspolitikern bezeichnete die Sozialdemokratin als „Fake-News“. In Rheinland-Pfalz können sich seit dem 23. April auch Personen der Priorisierungsgruppe III für einen Termin registrieren lassen. Von der Möglichkeit sollte schon jetzt Gebrauch gemacht werden, damit auch schnell geimpft werden könne, sobald der notwendige Impfstoff dafür vorhanden sei.

 
 

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