Bildungsministerin Ahnen diskutierte über Auswirkungen und Chancen der Schulreform

Bildung

Bildungsministerin Doris Ahnen sprach in Wissen über die rheinland-pfälzische Schulstrukturreform.

Die geplante Schulstrukturreform in Rheinland-Pfalz stellte im Rahmen einer sehr gut besuchten öffentlichen Veranstaltung die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen in Wissen vor. Neben zahlreichen Elternvertretern und Schulleitern waren auch viele politische Entscheidungsträger der Einladung des SPD-Kreisverbandes Altenkirchen und des Landtagsabgeordneten Thorsten Wehner ins katholische Pfarrheim gefolgt.

Ihr sei es ein besonderes Anliegen, den vom Land vorgegebenen Rahmen mit den Betroffenen vor Ort gemeinsam zu diskutieren, so die Ministerin. Das veränderte Bildungswahlverhalten der Eltern, die sinkende Akzeptanz der Hauptschule sowie der demographische Wandel erfordern eine Weiterentwicklung der Schulstrukturen. Neben der stärkeren Berufsorientierung und erhöhten Aufstiegschancen zielt die Reform auch auf längeres gemeinsames Lernen und bessere individuelle Förderung, vor allem der lernschwachen Schülerinnen und Schüler ab.
Das künftige Angebot sieht neben den Integrierten Gesamtschulen und den Gymnasien die neue „Realschule Plus“ vor, die sowohl zum Abschluss der Berufsreife als auch zum Mittleren Schulabschluss führt. An einigen „Realschulen Plus“ kann zusätzlich die Fachhochschulreife nach der 12. Klasse erworben werden.
Zentraler Bestandteil ist dabei die gemeinsame Orientierungsstufe auch in kooperativ geführten Realschulen Plus. Ahnen ergänzte, dass bereits vorhandene Orientierungsstufen, z.B. zwischen Gymnasien und Realschulen, möglichst weitergeführt werden sollen. Dies gelte grundsätzlich auch für die G8-Gymnasien, die sich im Unterrichtsstoff der 5. und 6. Klassen nicht von anderen Gymnasien unterscheiden.

Der SPD-Kreisvorsitzende MdL Dr. Matthias Krell und MdL Thorsten Wehner, der auch Mitglied im Bildungsausschuss des Landes ist, waren mit dem Verlauf und der Resonanz der Veranstaltung sehr zufrieden. Solche Diskussionen seien wichtig, um im gemeinsamen Dialog mit allen am Thema „Schule“ Beteiligten die sinnvollsten Lösungen für die Schullandschaft vor Ort zu finden, erklärte Bernd Becker, stellvertretender Sprecher der Kreistagsfraktion.

 
 

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