BeKo-Stelle bietet vielfältige Beratungsangebote für die Menschen in der Region

Pressemitteilung

Sozialdemokraten waren zu Gast in der Herdorfer BeKo-Stelle.

Sozialdemokraten aus dem Kreis Altenkirchen besuchten jetzt die Beratungs- und Koordinierungsstelle in Herdorf, um sich über die Angebote für Pflegebedürftige und deren Angehörige in der Verbandsgemeinde Daaden und Stadt Herdorf zu informieren.
Die Gäste wurden von Matthias Hess (Leiter BeKo-Stelle) sowie von Harry Feige (Diakonie Südwestfalen) und dem Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins, Pfarrer Michael Seim (Kirchengemeinde Daaden,) begrüßt.

In Rheinland-Pfalz existiert ein flächendeckendes Netz von 135 BeKo-Stellen, die jeweils an Pflegedienste angebundenen sind. 80 Prozent der Personalkosten werden vom Land bezuschusst. Außerdem erhält jede Einrichtung eine jährliche Sachkostenpauschale.
Zwei Drittel seiner Zeit beanspruchen die Beratungsgespräche im Rahmen der Einzelfallhilfe, erklärte Matthias Hess bei der Vorstellung der Einrichtung. Gemeinsam mit dem Hilfesuchenden werde ein individuelles Konzept der häuslichen Versorgung erarbeitet mit dem Ziel, die selbständige Lebensführung zu erhalten bzw. wiederherzustellen. In den meisten Fällen fänden diese Gespräche bei den Menschen zu Hause statt, um deren persönliche Lebensumstände besser einschätzen zu können, so Hess. Die Beratungsangebote umfassen neben dem sozialrechtlichen Bereich wie Pflege- und Krankenversicherung auch Informationen über ambulante, teilstationäre und stationäre Einrichtungen, Wohnformen und Wohnraumgestaltung, Selbsthilfegruppen bis hin zur Freizeitgestaltung wie z.B. „Betreutes Reisen“.

Ein zweiter Aufgabenbereich stelle die Arbeit für das Gemeinwesen dar. Aus den Beratungsprozessen heraus will man die Region weiterentwickeln, in dem der Pflegebedarf erkannt und auf den Ausgleich von Versorgungslücken hingewirkt werde. Außerdem würden Vorträge angeboten, Pflegekonferenzen durchgeführt und Publikationen erstellt. Zur Arbeit in der Region gehört aber auch die Einrichtung von Netzwerken, z.B. für Demenzkranke, die Förderung des Ehrenamtes (Stichwort „Freiwillige Seniorenbegleiter“) oder die Durchführung sogenannter „Wohlfühlwochenenden“ für pflegende Angehörige.

Dr. Matthias Krell, Landtagsabgeordneter und gleichzeitig SPD-Kreisvorsitzender, zeigte sich beeindruckt von der vielfältigen Arbeit, die in der BeKo-Stelle geleistet wird. Menschen hätten den Wunsch, möglichst lange selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld leben zu können. Der Grundsatz „ambulant vor stationär“ werde beim Land groß geschrieben. Man müsse dabei auch die deutlich niedrigeren Kosten bei der ambulanten Pflege gegenüber stationären Einrichtungen im Blick haben. Krell erinnerte in diesem Zusammenhang an die Initiative „Menschen pflegen“ von Ministerin Malu Dreyer. Ziel dabei ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten auch künftig eine menschliche, qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Pflege in Rheinland-Pfalz sicherzustellen.

Verunsicherung verspürt man auf Trägerseite hinsichtlich der neuen Landesrahmenverträge, demzufolge alle BeKo-Stellen gemäß bundesgesetzlicher Vorgaben in Pflegestützpunkte aufgehen werden. Man befürchte einen höheren Personalkostenanteil und wünsche sich Klarheit darüber, wie die Zukunft der BeKo-Stellen aussehen werde, erklärte Harry Feige.
Matthias Krell unterstrich das Interesse des Landes an der Weiterführung solcher Einrichtungen. Zustimmung erhielt er von seinem Landtagskollegen Thorsten Wehner. „Das Land beabsichtigt nicht, sich aus dem Bereich zurückzuziehen und berücksichtigt auch regionale Strukturen“, so Wehner.
Beide Abgeordnete sagten zu, die Bedenken des Trägers beim Land vorzutragen und möglichst schnell Perspektiven aufzuzeigen, „wie die gute Arbeit in der Region erfolgreich fortgeführt werden kann“, so Krell und Wehner.

 
 

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