Flüchtlingssituation stand im Fokus des Neujahrsempfangs der Kreis-SPD

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Landtagspräsident Joachim Mertes analysierte die Flüchtlingssituation in Deutschland.

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Joachim Mertes war Gastredner beim Neujahrsempfang der SPD im kulturWERKwissen. MdL Thorsten Wehner, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und stellvertretender Kreisvorsitzender, begrüßte unter den zahlreich erschienenen Gästen besonders die ehemaligen Landtagsabgeordneten Hans Helzer und Franz Schwarz sowie den Altenkirchener Bürgermeister Heijo Höfer und SPD-Kreistagsfraktionssprecher Bernd Becker. Wehner freute sich, dass auch viele Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Fraktionen im Verbandsgemeinde- und Stadtrat der Einladung gefolgt waren. Sein besonderer Dank galt den fleißigen Helferinnen und Helfern der Wissener SPD für die Organisation der Veranstaltung.

Wehner sprach in seinem Grußwort die Flüchtlingssituation in Deutschland an. Nach 70 Jahren Frieden in Europa seien die Auswirkungen der kriegerischen Konflikte nun spürbar näher gekommen, so der SPD-Politiker. Auch mit Blick auf die Demonstrationen rund um den Stegskopf rief er dazu auf, Zeichen für Demokratie zu setzen und für ein gemeinsames Europa zu streiten.

Joachim Mertes forderte zu Anstand und Respekt in der Gesellschaft auf. Das müsse für alle Seiten und ohne Ausreden gelten. „Man hat die Hände bei sich zu behalten, egal welchen Ausweis oder welches Dokument man in der Tasche hat“, kommentierte Mertes die Übergriffe auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht. Auch sei unerträglich, wie die dort eingesetzten Polizeibeamten als Menschen 2. Klasse behandelt wurden.

Mertes setzte sich kritisch mit der Rolle Deutschlands in der Flüchtlingsproblematik auseinander. Man habe es sich mit dem Dublin-Abkommen lange Zeit in Europa bequem gemacht. Dafür bekomme man jetzt die politischen Folgen zu spüren. Die Unterbringung der Asylsuchenden funktioniere momentan dank des enormen ehrenamtlichen Engagements in den Kommunen. Mertes warnte auch mit Blickrichtung auf die Aufnahmeeinrichtung auf dem Stegskopf davor, die Kapazitäten vor Ort zu überreizen.

Überhaupt stehe man noch vor großen Herausforderungen. So werde die Zahl der Klimaflüchtlinge in den kommenden Jahren deutlich ansteigen, befürchtete Mertes. Gleichzeitig machte er mit dem diesjährigen Motto der Sternsinger „Segen bringen und Segen sein“ auch Hoffnung auf die Zukunft. „Respekt für dich, für mich und für andere“ lautete zum Schluss sein Wunsch für 2016.

MdL Wehner sprach das Grußwort beim SPD- Neujahrsempfang in Wissen.

Der Neujahrsempfang hatte zahlreiche Gäste ins kulturWERKwissen gelockt.

Thorsten Wehner (links) bedankte sich bei Joachim Mertes mit einem Buchgeschenk.

 
 

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